Unser Pflegeleitbild
Wie wir pflegen, was Sie von uns erwarten können und was für alle gilt, die bei uns arbeiten.
Auf einen Blick
- Erst fragen, dann planen. Was Ihnen wichtig ist, steht am Anfang.
- Sie entscheiden. Auch gegen unseren Rat.
- Wir sind Gäste in Ihrer Wohnung und achten Ihre Würde bei jedem Handgriff.
- Wir nehmen niemandem ab, was er selbst noch kann. An schlechten Tagen helfen wir mehr.
- Möglichst dieselben Gesichter, ein vereinbartes Zeitfenster. Notfälle gehen vor.
- Angehörige gehören dazu. Wir leiten an, beraten und begleiten.
- Wir sagen rechtzeitig, was wir leisten können und was nicht.
- Fehler sprechen wir offen an. Kritik hilft uns, besser zu werden.
Das Leitbild im Wortlaut
Der Mensch steht im Mittelpunkt unserer Arbeit. Dieser Grundsatz ist der Ausgangspunkt unseres Leitbildes, und an ihm lassen wir uns messen.
Jede Versorgung beginnt mit einem Gespräch
Zur Aufnahme gehören Vertrag, Stammdaten, Beratung und eine fachliche Einschätzung möglicher Risiken, das ist Pflicht. Die erste Frage an unsere Patienten lautet trotzdem: Was brauchen Sie, und was ist Ihnen wichtig? Die Antwort halten wir in ihren eigenen Worten fest. Wir arbeiten nach dem Strukturmodell mit der Strukturierten Informationssammlung (SIS). Sie führt die Sicht des Patienten und unsere fachliche Einschätzung zusammen, und die Maßnahmen, die daraus folgen, werden gemeinsam vereinbart. Dabei sehen wir den ganzen Menschen mit Körper, Geist und Seele: seine Beweglichkeit und Orientierung, das, was die Erkrankung an Behandlung verlangt, seinen Alltag zu Hause und die Menschen, die zu ihm gehören.
Jeder Mensch bestimmt selbst über sein Leben
Auch wenn er sich gegen unseren Rat entscheidet. Wir beraten und erklären Folgen, entscheiden aber nicht über seinen Kopf hinweg. Individuelle, kulturelle, religiöse und soziale Bedürfnisse berücksichtigen wir ebenso wie die Besonderheiten der häuslichen Umgebung. Wir arbeiten in der Wohnung unserer Patienten und sind dort Gäste.
Würde zeigt sich an Kleinigkeiten
Würde und Respekt zeigen sich im Alltag an Kleinigkeiten. Wir klopfen an. Beim Waschen bleibt bedeckt, was gerade nicht an der Reihe ist. Wünsche dazu, wer die Pflege übernimmt, besprechen wir im Erstgespräch und sagen ehrlich, was sich mit unserem Team einrichten lässt. Die Schweigepflicht gilt ohne Ausnahme: Informationen teilen wir nur mit denen, die an der Versorgung beteiligt sind.
So selbstständig wie möglich
Ziel unserer Pflege ist die größtmögliche Selbstständigkeit. Dafür nutzen wir die Ressourcen, das Selbsthilfepotenzial und die Lebenserfahrung jedes Einzelnen und nehmen niemandem ab, was er selbst noch kann, auch wenn es schneller ginge. An schlechten Tagen helfen wir mehr. Nicht jede Einschränkung lässt sich zurückdrängen. Dann geht es darum, Beschwerden zu lindern, Sicherheit zu geben und niemanden allein zu lassen, bis zum Lebensende. Hospizdienst und Palliativversorgung beziehen wir ein, wenn es gewünscht oder nötig ist.
Angehörige und alle, die mitversorgen
Pflegende Angehörige unterstützen wir durch Anleitung, Beratung und Begleitung, und wir sagen offen, wenn jemand über seine Kräfte geht. Mit Ärzten, Therapeuten und Apotheken arbeiten wir eng zusammen, damit sich Patienten und Familien nicht allein um jede Absprache kümmern müssen.
Verlässlichkeit
Pflege bedeutet für uns, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich unsere Patienten wohl und geborgen fühlen. Dazu gehört Verlässlichkeit: möglichst feste Bezugspersonen und Einsatzzeiträume, die zum Tagesablauf passen. Wir vereinbaren also einen Zeitraum und keine Uhrzeit auf die Minute, denn ein Notfall an anderer Stelle verschiebt die ganze Tour. Wenn es deutlich später wird, melden wir uns, und erreichbar sind wir rund um die Uhr. Was Kranken- und Pflegekasse finanzieren und was nicht, sagen wir rechtzeitig und ehrlich, zusammen mit den Möglichkeiten, die es darüber hinaus gibt.
Verantwortung im Team
Unsere Patienten sind auf Hilfe angewiesen und vertrauen uns. Diesem Vertrauen gerecht zu werden, ist unsere Verantwortung, und die tragen wir als Team. Gute Pflege braucht qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, regelmäßige Fortbildung und Arbeitsbedingungen, unter denen man diesen Beruf lange und gern ausübt. Fehler sprechen wir offen an, damit wir aus ihnen lernen, nicht um Schuldige zu suchen. Konstruktive Kritik von Patienten, Angehörigen und Kollegen ist für uns immer eine Hilfe.
Der Mensch steht im Mittelpunkt unserer Arbeit.
Sie erreichen uns unter 03591 / 53 00 30 oder per E-Mail an info@pflegedienst-essler.de. Jede Rückmeldung wird ausgewertet, so wie es unser Qualitätsmanagement vorsieht.
Worauf wir fachlich aufbauen
Für Ärztinnen und Ärzte, Kliniken und alle, die bei uns arbeiten möchten.
Personenzentriert und ressourcenorientiert. Maßgeblich ist die Sicht der pflegebedürftigen Person, ergänzt um die fachliche Einschätzung der Pflegefachkraft.
Strukturmodell mit Strukturierter Informationssammlung (SIS) einschließlich Risikomatrix, individueller Maßnahmenplanung, Berichteblatt nach dem Grundsatz der Abweichungsdokumentation und Evaluation.
Die Expertenstandards des DNQP in der jeweils geltenden Fassung, insbesondere zu Dekubitusprophylaxe, Sturzprophylaxe, Schmerzmanagement, Kontinenzförderung, Ernährungsmanagement und Entlassungsmanagement.
Ob wir unserem Leitbild gerecht werden, prüfen wir über Pflegevisiten, Fallbesprechungen, die Auswertung von Beschwerden sowie Befragungen von Patienten, Angehörigen und Mitarbeitenden. Das Leitbild selbst überprüfen wir mindestens alle zwei Jahre.
Pflegeleitbild in der Fassung vom 18. September 2026. Es gilt für die ambulante Pflege in Bautzen, die Tagespflege in Dauban sowie Hauswirtschaft und Alltagsbetreuung.
Im Erstgespräch fragen wir zuerst, was Ihnen wichtig ist. So wie es in unserem Leitbild steht.
Sie möchten nach diesem Leitbild arbeiten?
Zu unseren offenen Stellen